verschiedene Sorten latexfreier Kondome
Latexfreie Kondome - Informationsseite Die Kondomotheke
Latexfreie Kondome - Startseite Informationen über Latexallergie Materialien für latexfreie Kondome Marktübersicht Latexfreie Kondome mit Bezugsquellen und Preisen Alternativen zu latexfreien Kondomen Kontaktieren Sie uns
latexfreie Kondome: diverse handelsübliche Marken aus Apotheken und Onlineshops
Kondome International


Alternativen zu latexfreien Kondomen
bei leichter Latex-Unverträglichkeit


Wie bereits im Abschnitt Latexallergie angedeutet, ist nicht jede Hautreaktion auf die Berührung von latexhaltige Produkten gleich eine ausgewachsene Latexallergie. Vielmehr handelt es sich zum Anfang meist "nur" um eine Kontaktreizung (die sich allerdings, wenn man sie ignoriert, durchaus schnell zu einer echten Allergie auswachsen kann).

Diese Reizung wird sehr oft durch Eiweißbestandteile verursacht, die durch die Verarbeitung des Rohmaterials zum Kondom von den verwendeten Hilfsstoffen (oft auf Kasein-Basis) herrühren und sich noch in Mikromengen am Kondom befinden.

Um die Reizungen zu vermeiden, genügt es daher in leichten Fällen duchaus erst einmal, sogenannte hypoallergene Latexkondome zu verwenden. Diese werden während des Herstellungsprozesses speziell behandelt, um die Anlagerung dieser Eiweiße zu erschweren bzw. zu unterbinden.

Solche entsprechend behandelten Kondome - die dadurch natürlich etwas teurer werden als normale Latexkondome - sind hierzulande unter anderem von der französischen Firma Manix erhältlich ("Manix Crystal" ist mit einem mittleren Preis von 22 Euro für die Zwölferschachtel immer noch preiswerter als Polyurethankondome).

Eine zweite Möglichkeit ist der gänzliche Verzicht auf tierische Produkte bei der Herstellung - denn wenn keine tierischen Produkte verwendet werden, sind natürlich auch keine tierischen Eiweiße im Spiel. Diese veganen Kondome (Veganer - für die, die es nicht wissen - sind Menschen, die keinerlei Produkte verwenden, die aus oder mit Hilfe von tierischen Rohstoffen gefertigt wurden, und nicht mit Vegetariern zu verwechseln, die lediglich keine tierische Nahrung zu sich nehmen) sind dadurch auch sehr geeignet, allergische Kontaktreaktionen zu minimieren.

Vegane Kondome gibt es hierzulande vor allem von Condomi sowie der schwedischen RFSU; erwähnenswert sind jedoch auch die australischen Kondome der Firma Glyde Health aus Sydney, die auch durchweg vegan sind.

Die dritte Möglichkeit ist die Verwendung von Kondomen, bei denen das Material selbst schon ein Anhaften von Eiweißmolekülen verhindert. Dieses unter dem Handelsnamen "Sheerlon®" vermarktete Material findet sich allerdings nicht in den bekannten europäischen Marken, sondern wird hauptsächlich in Produkten der Marke Okamoto in Japan und den Vereinigten Staaten vertrieben.

Am bekannstesten sind von diesen Produkten die "Okamoto Crown" und "Beyond Seven"-Kondome sowie die gerippten "Harmony" und "Roman" mit dem typische Rosen-Prägemuster.

Oftmals hilft bei leichten Kontaktreizungen durch Kondome allerdings auch schon eine ausreichende Menge Gleitgel, durch das die reizauslösende Wirkung der Eiweißmoleküle gemildert oder - wie z.B. bei kollagen-/carrageenhaltigen Beschichtungen - ein direkter Kontakt zwischen Kondomoberfläche und Haut möglichst verhindert wird. Ein gänzlicher Verzicht auf trockene bzw. gepuderte Kondome ist im Fall von Hautreizungen ohnehin anzuraten.

Erstellt von Apothekerin Stefanie Zenker. - Zum Kontaktformular